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09.10.2026
MAC Partner

Österreichs junge Fachkräfte erobern die Weltspitze

© SkillsAustra

Vier Silbermedaillen, sechs Bronzemedaillen und 20 Medals for Excellence: Bei den WorldSkills 2026 in Shanghai hat das Team Austria eindrucksvoll gezeigt, welche internationale Strahlkraft die österreichische Berufsbildung besitzt. Hinter diesem Erfolg stehen junge Menschen, die ihr Handwerk beherrschen, Ausbildungsbetriebe, die Talente fördern, und erfahrene Fachleute, die ihr Wissen weitergeben.

Vier Tage lang wurde in Shanghai gemessen, gebaut, programmiert, gestaltet, analysiert und bis zum letzten Handgriff um jeden Punkt gekämpft. Knapp 1.400 junge Fachkräfte aus mehr als 60 Nationen und Regionen traten bei den 48. Berufsweltmeisterschaften in über 60 Berufen gegeneinander an. Österreich war mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in 42 Berufen vertreten. Es war das größte Team Austria in der bisherigen Geschichte der WorldSkills.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Vier Silbermedaillen, sechs Bronzemedaillen und 20 Medals for Excellence gingen an Österreich. Damit wurden 32 der 48 österreichischen Fachkräfte ausgezeichnet. Zwei Drittel des Teams erreichten somit eine Medaille oder bewiesen mit mindestens 700 von 800 möglichen Punkten internationales Exzellenzniveau. In der Nationenwertung belegte Österreich den starken siebten Platz und war hinter der Schweiz und Frankreich die dritterfolgreichste Nation Europas, knapp vor Deutschland.

Vier junge Fachkräfte werden Vizeweltmeister

Für Österreichs Silbermedaillen sorgten Fliesenleger Andreas Landl aus Oberösterreich, Maler Luca Ladler aus Vorarlberg, Sanitär- und Heizungstechniker Marcel Riener aus Niederösterreich sowie Verfahrenstechniker Vincent Track aus Tirol.

Andreas Landl wurde zusätzlich als bester österreichischer Teilnehmer mit dem Titel „Best of Nation“ ausgezeichnet. Der Fliesenleger setzte damit eine bemerkenswerte österreichische Erfolgsserie in seinem Beruf fort. Wie groß die Überraschung und Freude nach der Entscheidung waren, brachte er selbst auf den Punkt: „Ich habe mir gedacht, eine Medaille, wenn sie rauskommt, ist ein Traum. Also ich habe nicht damit gerechnet, ganz ehrlich.“

Auch für Marcel Riener war der Vizeweltmeistertitel ein überwältigender Moment. Nach vier intensiven Wettbewerbstagen hatte der niederösterreichische Sanitär- und Heizungstechniker nicht mit dem zweiten Platz gerechnet. Seine Reaktion zeigt, wie hoch das Niveau bei einer Berufsweltmeisterschaft ist: „Man hat schon Erwartungen, aber weltweit ist das eine andere Klasse für sich.“

Vincent Track schrieb unterdessen in einer neuen Disziplin österreichische WorldSkills-Geschichte. Als erster österreichischer Teilnehmer in seinem Wettbewerb erreichte er auf Anhieb den zweiten Platz. In Erinnerung bleiben ihm aber nicht nur die fachlichen Leistungen, sondern auch die Gemeinschaft im Nationalteam. „Wir Competitors unter uns sind extrem gut zusammengewachsen. Wir sind einfach eine riesige Familie“, sagte der Tiroler.

Sechs Bronzemedaillen und mehrere Premieren

Bronze holten Zimmerer Luca Reitböck aus Oberösterreich, Maschinenbautechniker Keanu Frick und Chemielabortechniker René Bitschnau aus Vorarlberg, die niederösterreichischen Betonbauer Julian Gintner und Michael Pomassl sowie Schienenfahrzeugtechniker Benedikt Pritz und Optoelektroniker Jonas Baltuska.

Besonders bemerkenswert war der dritte Platz von Benedikt Pritz. Österreich trat erstmals in der Schienenfahrzeugtechnik bei WorldSkills an und schaffte sofort den Sprung auf das Podium. Pritz hatte über Monate beinahe jede freie Minute in die Vorbereitung investiert. Seine einfache, aber wirkungsvolle Bilanz lautete: „Ich habe alles gegeben und das hat sich ausgezahlt.“

Auch Jonas Baltuska sorgte für eine Premiere. Mit seiner Bronzemedaille machte er zugleich einen Beruf sichtbar, der traditionelle technische Fähigkeiten mit modernen Anwendungen verbindet. Die Optoelektronik umfasst unter anderem das Zusammenbauen und Installieren von Beleuchtungssystemen, LED-Technik und Displays. Gerade solche Wettbewerbe zeigen, wie vielfältig und zukunftsorientiert berufliche Qualifikationen heute sind.

Bei den Betonbauern erreichten Julian Gintner und Michael Pomassl ebenfalls den dritten Platz. Das Duo gehörte zu nur vier Teams, die während des Wettbewerbs alle vorgesehenen Werkstücke fertigstellen konnten. In 22 Wettbewerbsstunden erbrachten die beiden eine Leistung, die auf einer gewöhnlichen Baustelle deutlich mehr Zeit beanspruchen würde. Hinter dem Erfolg standen nicht nur körperliche Kraft und Präzision, sondern auch Teamarbeit, Ausdauer und mentale Stärke.

Exzellenz in traditionellen und neuen Berufsfeldern

Die 20 Medals for Excellence unterstreichen die große Breite des österreichischen Teams. Auszeichnungen gab es unter anderem in der Anlagenelektrik, im CNC-Drehen und CNC-Fräsen, in Digital Construction, Elektronik, Floristik, Gartengestaltung, Grafikdesign, Kälte- und Klimatechnik, Kochen, Konditorei, Maschinenbau-CAD, Mode-Technologie, Verkauf und Schweißen.

Diese Vielfalt ist ein starkes Signal. Österreich ist nicht nur in klassischen Handwerksberufen international konkurrenzfähig, sondern ebenso in digitalen und technologischen Zukunftsdisziplinen. Berufliche Bildung bedeutet heute, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden.

Die Leistungen in Shanghai kamen nicht von ungefähr. Hinter jedem Wettbewerb standen Monate intensiver Vorbereitung, unzählige Übungsstunden und ein enges Zusammenspiel zwischen den jungen Fachkräften, ihren Expertinnen und Experten, den Ausbildungsbetrieben, Schulen und Familien. Einige Trainer haben selbst internationale Wettbewerbe bestritten und geben ihr Wissen nun an die nächste Generation weiter. Damit wird sichtbar, wie wertvoll Erfahrungstransfer für eine erfolgreiche Berufsbildung ist.

Ein Erfolg, auf den ganz Österreich stolz sein kann

Shanghai hat eindrucksvoll bewiesen, was möglich wird, wenn Talent auf professionelle Ausbildung, engagierte Begleitung und ein starkes Umfeld trifft. Der Meister Alumni Club gratuliert dem gesamten Team Austria, den Expertinnen und Experten, den Ausbildungsbetrieben, Schulen und Familien zu diesem großartigen Auftritt.

Die Medaillen werden bleiben. Mindestens ebenso wertvoll sind jedoch die Erfahrungen, Freundschaften und Kontakte, die während der Vorbereitung und des Wettbewerbs entstanden sind. Sie bilden die Grundlage dafür, dass berufliche Exzellenz auch in Zukunft weitergetragen wird.

Für uns im MAC ist dieser Erfolg zugleich eine Einladung: Bringen wir unsere Erfahrung ein, unterstützen wir junge Talente und machen wir sichtbar, welche Chancen eine hochwertige berufliche Qualifikation eröffnet. Denn die nächsten Weltklassefachkräfte werden heute in unseren Betrieben und Werkstätten ausgebildet.

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